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Knappes, teures Bauland bremst den Bau von Einfamilienhäusern aus


Dortmund, 29.01.2018. „Gut gestärkt durch die aktuellen Umsatzraten, aber mit etwas gebremsten Erwartungen,“ geht laut den Worten des Präsidenten des Baugewerbeverbandes Westfalen, Dipl.-Ing. Karlgünter Eggersmann, das Baugewerbe in das Jahr 2018. Anlässlich der Pressekonferenz zum Auftakt des Baujahres zeichnete der neu gewählte Vorsitzende des Baugewerbeverbandes Westfalen ein positives, wenn auch gemischtes Bild über das weitere Baugeschehen: Während die Umsätze (10,78 Mrd. Euro) und Auftragseingänge (10,62 Mrd. Euro) in den ersten 11 Monaten des letzten Jahres 11,1 Prozent über den Vorjahreswerten 2016 lägen und ein 10-Jahres-Hoch erreichten, seien die Baugenehmigungen im Wohnungsbau in NRW rückläufig. Um landesweit 23,3 Prozent gingen die Genehmigungen neuer Bauvorhaben zurück (2017 40.952 neue Wohnungen, 50.993 in 2016, jeweils Januar bis November) Eggersmann bezieht sich dabei auf jüngsten Daten des statischen Landesamtes it.nrw. Im Zweijahresvergleich zum Jahr 2015 relativiere sich zwar der Rückgang und betrage über alle Wohnhaustypen lediglich minus 1,7 Prozent. In bestimmten Wohnungssegmenten ist der Schwund dennoch sehr auffällig, vor allem beim Einfamilienhausbau.

Mit 11.763 Einheiten fielen die Bauvorhaben hier auf den niedrigsten Wert seit Jahren (2014: 12.645, 2015: 13.621, 2016: 13.304 Wohneinheiten). Als Grund für diesen Schwund macht der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes, Dipl.-Ök. Hermann Schulte-Hiltrop, nicht nachlassendes Interesse der Bauherren aus, sondern die Verknappung von Bauland. „2014 bis 2016 waren starke Jahre für den Wohnungsbau. Freies Kapital und freier Baugrund fanden schnell zusammen, die Preise stiegen. Jetzt ist der Einfamilienhausbau auf freien Baugrundstücke und in Baulücken nicht mehr wirtschaftlich. Zwei- und Mehrfamilienhäuser laufen dem Einfamilienhausbau deutlich den Rang ab.“ Verbandspräsident Karlgünter Eggersmann appelliert: „Das Land muss seine Förderung auch auf Einfamilienhausbau ausrichten. Nur so können Familien die stark erhöhten Baulandpreie und die Lasten der hohen Grunderwerbssteuer kompensieren. Die wirtschaftsstarken Ballungsräume müssen nachdenken, wie sie den Wohnungsbau mit ihren Nachbargemeinden realisieren. Dazu gehören mehr Verkehrswegebau und bessere Mobilität.“

Der Baugewerbeverband Westfalen mit Sitz in Dortmund vertreten als Wirtschafts-, Arbeitgeber- und Fachverbände rund 1.800 baugewerbliche Unternehmen.

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