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Westfälische Bauwirtschaft schließt 2011 robust ab – Bauflaute ausgeblieben, Baugenehmigungen steigen leicht an
Die Bauverbände Westfalen vermelden für das Bauhauptgewerbe ein robustes Jahresergebnis. „Dank der stabilen Inlandsnachfrage, guter Beschäftigung und niedriger Zinsen nähern wir uns wieder den Umsätzen an, die vor Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 verzeichnet wurden“, kommentiert Walter Derwald, Präsident des Baugewerbeverbands, die aktuellen Konjunkturdaten des Statistischen Landesamtes für Nordrhein-Westfalen. Während der öffentliche Bau in 2011 enttäuschte, hat sich der private Wohnungsbau zum Konjunkturmotor der Bauwirtschaft entwickelt. Von Januar bis Oktober wurde ein Umsatzplus von rund 17,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwirtschaftet. Im Wirtschafts-Hochbau, also bei Hallen und Büroflächen, lag der Auftragseingang im gleichen Zeitraum 6,4 % über dem Vorjahr. Verhalten zuversichtlich zeigen sich die Bauverbände angesichts der steigenden Baugenehmigungen im Wohnungsbau, denn sie sichern die Beschäftigung von morgen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern insgesamt 27.849 Wohnungen zum Bau freigegeben, das sind 4,7 % mehr als ein Jahr zuvor. 25.008 Wohnungen sollen in neuen Wohngebäuden, weitere 2.438 Wohnungen im Bestand zum Beispiel durch den Ausbau von Dachgeschossen entstehen. Dringend nötig ist nach Ansicht Derwalds, dass die Bundesregierung mit der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden die private Bautätigkeit in 2012 früh aktiviert, um einer Konjunkturdelle entgegenzuwirken. Bund und Länder konnten sich im Vermittlungsausschuss bislang nicht über die Kostenverteilung der beabsichtigten Steuerabschreibungen einigen.
Dortmund, den 28.12.2011, Ko.











