Bauminister Voigtsberger zu Gast beim Baugewerbeverband Westfalen am 4. November 2011 - Minister sieht Sanierungsbedarf bei 3 bis 4 Mio. Gebäuden in NRW

Walter Derwald, Präsident des Baugewerbeverbandes Westfalen, begrüßte am 4. November 2011 Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen zur Mitgliederversammlung im Baugewerbehaus in Dortmund: „Wir freuen uns, dass der Minister unser Angebot aufgegriffen hat, die Baupolitik des Landes persönlich vorzustellen“. Vor mehr als 70 Delegierten - Obermeister und Geschäftsführer der westfälischen Bauinnungen - stellte der Minister seine Vorhaben zur Tariftreue und zur Mittelstandsförderung vor. Die anwesenden Bauunternehmer interessierten sich besonders für die Förderung des Wohnungsbaus und der energetischen Gebäudesanierung. „200 Millionen Euro stellt die Landesregierung jährlich für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung“, so der Minister und weiter: „3 bis 4 Millionen Gebäude in NRW verbrauchen das 4fache an Energie eines modernen Hauses und müssen saniert werden.“ Zusätzliche Anreize für private Investitionen in die Gebäudemodernisierung fordert deshalb der Baugewerbeverband. „Bei derzeitiger Förderpolitik wird die energetische Sanierung des Gebäudebestands in den nächsten hundert Jahren nicht abgeschlossen sein. Wir lassen in Deutschland die größte uns zur Verfügung stehende Energiequelle außer Acht – die Energieeffizienz“, stellte Präsident Derwald fest. „Neben günstigen Kreditzinsen ist eine wirksamere steuerliche Absetzbarkeit der Schlüssel zu mehr privaten Investitionen in die energetische Gebäudesanierung“, unterstrich der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Westfalen, Hermann Schulte-Hiltrop. Das „Erneuerbare Energiengesetz“ sieht verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten vor, steckt zurzeit aber im Vermittlungsausschuss zwischen Bundesregierung und Ländern fest. „Mehr Investitionen in die energetische Gebäudesanierung bringen Konjunktur und Energiewende voran“, so Schulte-Hiltrop.

Die Bauverbände Westfalen mit Sitz in Dortmund vertreten als Arbeitgeber-, Wirtschafts- und Fachverband 33 Bau-, 28 Dachdecker- und 10 Stuckateur-Innungen und die darin organisierten 4.000 baugewerblichen Unternehmen mit rund 40.000 Beschäftigten.

Minister Voigtsberger